AG „Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation“ 

Am 12.2.2019 findet die Sitzung der AG „SGB VIII: Mitreden-Mitgestalten“ zum Thema „Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation“ statt. Für registrierte Nutzer/innen der Fachöffentlichkeit aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Gesundheitsvorsorge besteht auf der Seite www.mitreden-mitgestalten.de noch bis zum 4.2.2019 die Möglichkeit sich an der Diskussion zu beteiligen. Befragt werden die Nutzer/innen zu sechs Themenkomplexen:

Betriebserlaubnisverfahren und Aufsicht über Einrichtungen,

Schutz von Kinder, Jugendlichen und Frauen in Aufnahmeeinrichtungen,

Auslandsmaßnahmen,

Verbesserung der Beteiligung von Kinder und Jugendlichen,

Medienkompetenz und Stärkung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und

Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz.

Jeder Themenkomplex enthält mehrere konkrete Fragen, die zT auch als Abstimmung (ja/nein/unentschieden) mit Kommentierungsmöglichkeit gestaltet sind. Die Ergebnisse und Auswertungen der Beiträge sollen in die Beratung der AG am 12.2.2019 einfließen.

Unabhängig von der Frist bis zum 4.2.2019 gibt es die Möglichkeit „weitere Anmerkungen in Hinblick auf einen besseren Kinderschutz und eine bessere Kooperation“ einzustellen.

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „SGB VIII: Mitreden-Mitgestalten“

Am 21.1.2019 hat die konstituierende Sitzung der AG „SGB VIII: Mitreden-Mitgestalten“ stattgefunden. Die AG tagt zu vier Themenschwerpunkten: Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation (Februar 2019), Fremdunterbringung: Kinderinteressen wahren – Eltern unterstützen – Familien stärken (April 2019), Prävention im Sozialraum stärken (Juni 2019), wirksames Hilfesystem/weniger Schnittstellen/mehr Inklusion (September 2019). Vor den Sitzungen ist die Fachöffentlichkeit jeweils eingeladen zu den Themen Stellung zu nehmen.

„Die Modernisierung des SGB VIII“ 26. und 27.11.2018 in Berlin

„Die Modernisierung des SGB VIII“ – auf der gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIfU), auf der auch das DIJuF vertreten war, diskutierten wichtige Akteure der Kinder- und Jugendhilfe im Vorfeld eines Gesetzentwurfes zum SGB VIII am 26. und 27.12.2018 in Berlin vor allem über die Verankerung der „Großen Lösung“ als Leitprinzip…

Auftaktkonferenz „Mitreden – Mitgestalten“ am 6.11.2018 in Berlin

Am 6.11.2018 startete das BMFSFJ mit der Auftaktkonferenz „Mitreden – Mitgestalten“ einen neuen Anlauf in Sachen Novellierung des SGB VIII. Der Reformprozess soll durch einen breiten Beteiligungsprozess getragen werden, den die Agentur Zebralog organisiert und der – wie die parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks hervorhob – vor allem von Gemeinsamkeit geprägt sein soll. Mit interaktivem Feedbacktool, Podiumsdiskussion, Dialogstationen, und strukturierten Workshops war die Auftaktkonferenz dann auch entsprechend gut und abwechslungsreich gestaltet. Zusätzlich wird der Reformprozess wissenschaftlich durch das IKJ (Institut für Kinder- und Jugendhilfe) und sowie rechtlich durch das IJOS (Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement) unterstützt. Es wird auch eine Website geben, auf der Inhalte und Prozess transparent dargestellt und diskutiert werden sollen (www.mitreden-mitgestalten.de). Ministerin Frau Dr. Giffey betonte in ihrer Rede, dass „wir ja nicht bei Null anfangen“. Inhaltlich soll es bei der Reform vor allem um vier Themen gehen, alles mit dem übergeordneten Ziel, Kinder und Jugendliche und ihre Familien zu stärken:

  1. Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation,
  2. Wirksames Hilfssystem/Weniger Schnittstellen/Mehr Inklusion ,
  3. Fremdunterbringung: Kindesinteressen wahren – Eltern unterstützen – Familien stärken und
  4. Prävention im Sozialraum stärken.

Vom Podium wurde dann noch eine 5. Säule gefordert, und zwar die Einführung eines Anspruchs auf einen Ganztagsschulplatz.

Bearbeitet werden sollen die Themen in einer Arbeitsgruppe von rund 50 Personen, die am Ende des Jahres 2019 – unter Einbeziehung der schon vorliegenden Ergebnissen aus den Dialogforen sowie den Rückmeldungen aus einer Onlinebefragung einer breiten Fachöffentlichkeit – einen Gesamtbericht vorstellt. Auf Grundlage dieses Abschlussberichts soll dann ein Gesetzentwurf gefertigt und Anfang 2020 vorgelegt werden. Wie wiederholt auf der Konferenz betont wurde: Ein sportlicher Plan! (Katharina Lohse, Leiterin Abteilung Rechtsberatung, DIJuF, Heidelberg)